Carsten Jörgensen designt die Produkte der neuen Marke KoKoTé

Jörgensen wurde 1948 in Dänemark geboren und studierte Kunst und Grafikdesign an der Kunsthandværkerskolen in Kopenhagen. Nach vielen Jahren als Dozent für Kunst in Kopenhagen, begann er in den frühen Siebzigern die Zusammenarbeit mit dem dänischen Kaffeemaschinen Hersteller Bodum. Bis 2003 prägte Jörgensen das Design für Bodum, er entwickelte den Großteil aller Produkte und leitete das Design Department mehr als 25 Jahre lang. Jörgensens Design erlangte seit den achtziger Jahren internationale Anerkennung und wird in den wichtigsten Museen für Kunst und Design auf der ganzen Welt ausgestellt.

Jörgensen hat zahlreiche Auszeichnungen und Designpreise erhalten, wie den Red Dot Award und IF Design Award. Auch die Schweiz, USA, England, Frankreich, Italien, Schweden, Dänemark und China haben Jörgensen Designs mit wichtigen Auszeichnungen gewürdigt. 2001 beendete Jörgensen seine aktive Tätigkeit im täglichen Design Business bei Bodum und widmete sich wieder der Malerei und dem Selbststudium in Kunst und Philosophie, bis er im Jahr 2004 die Jörgensen Associated in Shanghai gründete. Ein selbstinitiiertes Experiment, bei dem es ihm darum ging, die westliche Design Kultur mit der chinesischen zu verbinden und seinen Traum von interdisziplinärem und interkulturellem Design zu verwirklichen.

Heute teilt Jörgensen sein Interesse und seine Aktivitäten auf Produktdesign und das Schreiben über Kunst, Design und Architektur auf. Er lebt in Luzern, Schweiz, von wo aus er sich weiterhin dem experimentellen Design von Objekten widmet, aber auch an kommerziellen Produkten arbeitet, in enger Kooperation mit seinen Partnern der neu gegründeten Ideenschmiede Idéons. Idéons steht hinter der Einrichtungsmarke madetostay. Jörgensen engagiert sich nicht für kurzfristige Trends, sondern viel mehr für die elementaren Bedürfnisse des Menschen als Grundlage für sein Design. Dementsprechend sind seine Werke von reduziertem Ausdruck, der Funktionalität beinhaltet, und zeugen von einem zeitgemässen Umgang mit ästhetischen Werten und von sozialer Interaktion.

Vor rund drei Jahren haben sich Carsten Jörgensen und Franz Huber kennengelernt. Schnell war Jörgensen vom Projekt der JLT Company von Franz Huber und der Idee eine neue Marke zu lancieren begeistert. Die JLT Company stellt Taschen und Accessoires mit Flüchtlingen her. Diese finden nicht nur eine Arbeitsstelle, sondern besuchen die wöchentlichen, hauseigenen Bildungskurse. «Ich weiß, dass Arbeit eine Grundlage des Selbstwertgefühls ist, der Zugehörigkeit, des Respekts und eines sinnvollen Lebens», so Jörgensen und ist zudem überzeugt, dass multikulturelle und multirassische Gesellschaften wohlhabende und innovative Gesellschaften sind!

«Täglich fliegen 15 Millionen Menschen zu einem Ziel auf der Welt! Beim Fliegen habe ich oft gedacht, dass wir in einer globalen Welt alle Nomaden und in gewisser Weise Flüchtlinge mit kürzeren oder längeren Laufzeiten sind, aber die meisten dieser Flüchtlinge haben ein Rückflugticket und die Möglichkeit, zu etwas zurückzukehren, das sie ihr Zuhause nennen können. Aber 65 Millionen Flüchtlinge auf derselben Erde können nicht zu dem zurückkehren, was sie ihr Zuhause nennen,» gibt Jörgensen zu bedenken. «Deshalb engagiere ich mich mit meinem Fachwissen – so gut ich kann – bei einer nicht institutionellen und nicht nationalen Organisation, die meine Werte lebt.»